„Are you hearing while you listen?
Are you listening while you are hearing?“
–Auszug aus: Pauline Oliveros, Ear Piece 1971

Detlef Klepsch, Gitarre Solo
Konzert und Hörabend
15.8.2026, 19 Uhr, Tobel&Moen, Dorfstr. 18 (Scheune), 54595 Watzerath
Der Musiker und Künstler Detlef Klepsch wird im ersten Teil des Abends ein Konzert für Gitarre solo realisieren. Im zweiten Teil präsentiert er Beispiele seines klangkünstlerischen Schaffens von Schallplatte und CD.
Detlef Klepsch (*1956 in Düsseldorf) hat nach einem Studium an der HfBK Hamburg bei Professor Claus Böhmler den Meisterschüler-Abschluss an der Kunstakademie Düsseldorf von Professor Nam June Paik erhalten. Seitdem ist er als freier Musiker und Künstler tätig und hat verschiedene Förderungen und Preise bekommen. Seine bevorzugten Arbeitsfelder sind Musik, Geräusch, Film, Video, Scan und Zeichnung. Zuletzt war er Co-Leiter des „NKR – Neuen Kunstraum“ in Düsseldorf. Er ist Initiator und Mitwirkender bei den Musikprojekten „keit project“ und „Autonister“ sowie bei den Kunstprojekten „Associations“ und „zat Heft“.
Foto: Detlef Klepsch, Van der Grinten Haus, Kranenburg

Ästhetik der Reduktion
Vortrag von Claas Morgenroth
29.8.2026, 18 Uhr, Tobel&Moen, Dorfstr. 18 (Scheune), 54595 Watzerath
Produzieren, steigern, optimieren, sammeln, kaufen, verkaufen, dokumentieren, archivieren: Unsere Gegenwart scheint von einem Imperativ des Mehr bestimmt zu sein. Im Kontrast dazu steht eine Ästhetik der Reduktion, die in Literatur, Film und Hörspiel Formen des Weglassens, Beschränkens und Verzichtens erkundet. Wie zeigt sich dieser Verzicht? Wie hört er sich an? Welche Bilder, Klänge und Erzählweisen bringt er hervor? Der Vortrag geht diesen Fragen an einigen Beispielen nach und untersucht zugleich die politische und die lebensweltliche Bedeutung der Reduktion.
Claas Morgenroth ist Literaturwissenschaftler, Dramaturg und freier Autor. Im Verlag Brill I Fink erschien seine Habilitationsschrift „Bleistiftliteratur – Zur Genealogie des Schreibens“.
Foto: nach Hiroshi Sugimoto, „Theaters“

Werkgespräch mit der Künstlerin Katharina Mayer
31.5.2026, 15 Uhr, Tobel&Moen, Dorfstr. 18 (Scheune), 54595 Watzerath
Als Ausgangspunkt des Werkgesprächs stellt Katharina Mayer die Frage: „Was ist mein Werk?“. Möglicherweise führt uns diese Frage zum Werk selbst, vielleicht aber auch hin zum Begriff des Nicht-Werks, zum Nicht-Anerkannten, den Realisaten ohne Zeugenschaft, mitunter zum Vergessenen.
Neben der Fotografie arbeitet Katharina Mayer mit ihrer Stimme und engagiert sich in verschiedenen sozial-politischen Zusammenhängen. So gründete sie beispielweise die Düsseldorfer „Akademie der Straße“.
Katharina Mayer studierte Fotografie an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Bernd Becher und Video bei Prof. Nan Hoover. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.
Foto: Bild der Mutter © Katharina Mayer